Eltern-Kind-Bildung

Rückblick zum Vortrag: Körper und Gehirn brauchen Bewegung

Evolutionär betrachtet ist Bewegung eine Anlage, die uns Menschen das Überleben sichert. Jedoch zeigt das Aufwachsen in einer generell durch Bewegungsarmut gekennzeichneten Lebenswelt immer mehr Defizite in der Entwicklung der heranwachsenden Generation. Insgesamt ist eine besorgniserregende gesundheitliche Entwicklung im physischen, psychischen und sozial-emotionalen Bereich festzustellen. Das hat auch Auswirkungen auf das Lernen. Bewegung und Sport wirken positiv auf Kreislauf und Stoffwechsel, auf Muskel- und Knochenapparat und vor allem auf das Gehirn. Die Erkenntnisse der Hirnforschung geben uns Einblicke bezüglich der Auswirkung von Bewegung auf die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen. Mehr Bewegung bedeutet mehr „gute Substanzen“ im Gehirn und wirkt förderlich auf die exekutiven Funktionen. Die bewusste und gezielte Steuerung von Aufmerksamkeit, Verhalten und Emotionen sind essentielle Fähigkeiten für den Lernerfolg. Das Gehirn ermöglicht uns das Lernen, jedoch geht die Steuerung des Lernprozesses von der Umgebung des Kindes aus. Umso wichtiger ist es, den Kindern vermehrt einen lustvollen Zugang zur Bewegung vorzuleben. In mehreren praktischen Übungen konnten die Anwesenden erfahren, wie man Körper und Geist „auf die Sprünge“ hilft und dabei auch noch Spaß hat.

Referentin: SR Christine Schober-Haberl, MA 
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